Die Jugendarbeit des TC Kaiserswerth im Portrait

Freies Spiel und flotte Teams

 

Es war die „best season ever“ für den Jugendbereich des TC Kaiserswerth. In der vergangenen Saison waren insgesamt 29 Medenmannschaften gemeldet, sieben Mannschaften holten sich jeweils den Meistertitel in ihrer Klasse. Sechs Mädchen-Mannschaften stehen vierzehn Jungen-Mannschaften, einer gemischten sowie drei Mid- Court- und fünf Minifeld-Mannschaften gegenüber. Das Minifeld- und Mid-Court-Tennis eröffnet den Vereinen die Möglichkeit, Kinder frühzeitig Erfahrungen in kindgerechten Turnieren sammeln zu lassen. Die sieben Mannschaften, die sich den Meistertitel holten, waren: Minifeld, Mid-Court, Jungen U10, Mädchen U10, die gemischte Mannschaft U12, Jungen U14 und die Jungen U18. Die Jungen U18 sind damit von der Verbandsliga in die höchste Jugendklasse des TVN, nämlich in die Niederrheinliga aufgestiegen. Drei Kinder, nämlich Valeska von Schmettow, Jonah Stork und Julian Hoyer holten sich das „Triple“, in dem sie in drei Kategorien zu den Siegermannschaften gehörten (Minifeld, Mid-Court und U10). Der TC Kaiserswerth lud die erfolgreichen Kinder zu Limo und Pizza auf die Clubterrasse ein.

Bei den Doppel-Bezirksmeisterschaften landeten gleich sechs Paarungen des TCK auf dem Siegertreppchen: Julia Zimmer und Marie Heptner (TuS Breitscheid) erreichten den 2. Platz bei den Mädchen U10, Carolin Sauthoff mit Noemi Sante (Unterbacher TC) den 3. Platz Mädchen U12, Matias Lofink und Yoshua Muth wurden Dritte in der Konkurrenz Jungen U10, ebenfalls einen dritten Platz erreichte Jonas Pannen gemeinsam mit Max Styra (Rochusclub) bei den Jungen U12, Constantin Zoske mit Konrad Hensen (TC Angertal) siegte in der Klasse Jungen U14 und das gut eingespielte Duo Tobias Witte und Daniel Fouchier erreichte den 2. Platz bei den Jungen U14.

Alle Kinder und Jugendliche, die an Medenspielen teilnehmen und den Verein nach außen hin repräsentieren und in der vergangenen Saison zum erfolgreichsten Düsseldorfer Verein im Jugendbereich machten, werden vom TC Kaiserswerth umfassend gefördert. Ein Dreistufen-System unterstützt das systematische und regelmäßige Training mit finanziellen Zuschüssen.


Foto: Anette Witte

Anette Witte ist im TC Kaiserswerth die erste Ansprechpartnerin für Neuzugänge im Verein. 2007 trat sie die Nachfolge der langjährigen Jugendwartin Karin Nemes an. Zu den Aufgaben des Jugendwartes gehört u.a. die Meldung der Mannschaften, die Wahl und die Kontaktpflege mit den Mannschaftsführern, die Anmeldung zu und – im Wechsel mit anderen Gastgebervereinen – die Ausrichtung von Kreis- und Bezirksmeisterschaften. Ihre aufwendigste und kniffligste Aufgabe ist aber, gemeinsam mit den Trainern, die Einteilung des Jugendtrainings im Sommer wie im Winter vorzunehmen. Dies ist ein logistisches Zauberstück, das die interessierten Jungen und Mädchen nach Verfügbarkeiten, Spielstärke aber auch Trainerpräferenzen in einen komplexen Wochenplan einbettet. Insbesondere in der Wintersaison, wenn neben der Einteilung der Gruppen auch zwei eigene und sechs externe Hallenplätze koordiniert werden müssen, wird nach Kräften jongliert und im ständigen Kontakt mit den Eltern Trainingsgruppen zusammengestellt. Jedem, der sich anmeldet, gleich ob er oder sie an Medenspielen teilnimmt oder nicht, erhält die Gelegenheit am Gruppentraining teilzunehmen.

Die Zeiten, da Kinder und Jugendliche spontan in den Verein kommen, und dort Spielpartner finden, sind lange vorbei. Zu eingespannt ist der Nachwuchs durch Ganztagsschule, G8, zusätzlichen außerschulischen Unterricht und andere Hobbies. Aber gerade weil das Tennisspiel nicht bei allen Kindern und Jugendlichen an erster Stelle steht, bedauert Anette Witte, dass die Regelmäßigkeit zum Beispiel beim Erlernen eines Instruments vielen beim Tennistraining fehlt. Gemeinsam mit den Trainern wird nach Formaten gesucht, wie die Jugendlichen noch mehr in ihrer Spielfreude und im freien Spiel jenseits des Trainings motiviert werden können. Eine weitere Herausforderung für die nahe Zukunft ist die Förderung des weiblichen Nachwuchses. Mädchen wie Carolin Sauthoff und Valeska von Schmettow , die bereits in den Klassen Mädchen U 10, im Midcourt- und im Mini-Feld-Bereich Titel holte, sind wichtige „Zugpferde“, die andere Mädchen mitziehen und nach Kaiserswerth holen können.

Gerade der Jugendbereich lebt durch das Engagement der beteiligten Kinder und Jugendlichen und ihrer Eltern. Gemeinsame Besuche mit freiem Eintritt beim Düsseldorf Open im Rochus Club sind Sonderaktionen, die der TC Kaiserswerth für die Jugendlichen anbietet. Die Teilnahme an Medenspielen und Turnieren vernetzt die Beteiligten weit über den Verein hinaus. Als wesentliche Aufgabe aber sehen Trainer und Jugendwartin es – neben der Förderung und Begleitung der jungen Tennisspielerinnen – den Spaß und die Kontinuität an einem Sport zu wecken und zu erhalten, der einen durch das ganze Leben begleiten kann.